SFM-Aktion Fondation Octopus

Trotz Einschränkungen durch Corona und den widrigsten Wetterumständen die den massiven Schneemassen geschuldet waren, ist es uns gelungen eine SFM-Vermessungsaktion an Hügel 139 im Januar 2020 durchzuführen. Hügel 139 wurde ausgewählt, da er von der Grösser her (rund 20 Meter Durchmesser) für die Vermessungstechnik gut geeignet und vom Hafen Güttingen innerhalb kurzer Zeit erreichbar ist. Da offenbar leider alle "Hügeli" von massivem Algenbewuchs befallen sind, ist es uns leider nicht gelungen ein 3D-Modell des Hügels aufzunehmen. Für Structure From Motion (SFM), ist es sehr wichtig, dass sich das aufzunehmende Objekt nicht bewegt (was durch die langen, sich im Wasser bewegenden Algen leider nicht gegeben ist) und klar erkennbare Strukturen und Kontraste aufweist (die Algen bilden eine Art monochromen Teppich, der die Steinstruktur der "Hügeli" überdeckt).


Nichtsdestotrotz konnten wir einige Dinge feststellen und in Erfahrung bringen, die eventuell für künftige Interventionen und weiteren Forschungsarbeiten an den "Hügeli" von Interesse sein könnten:


  • Es scheinen tatsächlich ausnahmslos alle "Hügeli" entweder von einem dichten Teppich mit relativ kurzen, oder aber von sehr langen (bis zu ca. 3m) Algen befallen zu sein

  • Für eine nächste SFM-Aktion müsste vorgängig Zeit investiert werden, um alle Hügeli einzeln nach ihrem Algenbewuchs zu beurteilen. Damit man eines mit schwachem Bewuchs für die Aktion auswählen kann.

  • Für eine nächste SFM-Aktion müsste das "Hügeli" von dem Algenbewuchs befreit werden. Methoden dazu sind zu überlegen, Fondation Octopus hat Erfahrung damit.

  • Die Aufnahme von grossen Objekten in trübem Wasser erfordert ein spezielles Vorgehen bei der SFM-Aufnahme unter Wasser. Die Fondation Octopus konnte diese Technik und ihr diesbezügliches Knowhow and das Amt für Archäologie weiter geben. Die Informationen wurden durch mich in einer Infografik dargestellt und festgehalten.




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